SPUREN DER ERINNERUNG
Erinnerung ist immer subjektiv und durch persönliche Erfahrungen geprägt.
Im besten Fall wird daraus Geschichte, im schlechtesten Fall verschwindet sie im Vergessen.
Familiäre Erzählungen verlieren sich oft nach zwei bis drei Generationen.
Wenn Erzählungen und direkte Erfahrungen fehlen – weil keine Zeitzeugen mehr befragt werden können -
entsteht ein Vakuum das Distanz schafft – zur Geschichte, zu den Menschen, zu den Geschehnissen.
Deshalb ist die Pflege von Erzählungen, das Sichtbarmachen subjektiver Perspektiven und das Festhalten an individuellen Erinnerungen ein Akt der Verantwortung gegenüber der historischen Wahrheit.